Leoganger "Geburtsurkunde"

Der „Taufschein“ der Heimat
Das Dorf und das gesamte Gemeindegebiet heißt mundartlich Loigam oder Loigang. „Loi“ ist ein vordeutscher Name für Wasser – vergleichsweise „Schwaschtsloi“ (Schwarzleo) – dies entspricht „Bach mit dunklem Schwemmsand“. „Gang“ entspricht dem mittelhochdeutschen Begriff für Lauf, Gang, Wasserfall.
Leogang wird im Mittelpinzgau als erster Ort nach Saalfelden bereits
928 am 3. Jänner erstmals urkundlich als Liuganga genannt. In späteren Schriften scheint Leogang in folgenden Schreibweisen auf:
1180 ist Liutold de Liugange eine bekannte Persönlichkeit. (SUB I. 633)
1248 wird ein Schwaige in der Owe (Au) in Leugange genannt.
1249 gibt Graf Konrad von Plaien (Plain) seine Zustimmung, dass sein Bruder, Graf Otto, als Entschädigung für seine dem Domkapital zugefügten Schäden demselben einen Hof in Heining bei Laufen und die Schwaige, gennt „Awe in der Levgange“ schenkt. (Mart. Reg. I 55)
1281 muß Dietmar von Reut zu Levganch beweisen, dass ihm der Erzbischof den Zehent verliehen habe. (SUB IV. 112)
1323 Erzbsichof Friedrich III. stellt dem Egydikirchlein in Lunganch einen Ablaßbrief aus (Mart. Reg. III 368)
1434 Erzbischof Johann II. gibt das Bergwerk in Leugang dem Hansen Schmelzer und Veiten Stockhammer in Bestand.
1476 Michel Stainbeck, gesessen zu Harhaim, verkauft dem hl. Lienhart und seinem Gotteshaus in der Lewgang seine Gült auf dem halber Gut an dem Grieß.
1532 Gordian Gugk, Maler zu Laufen, quittiert auf einer Rechnung über 15 Pfennig: „... wegen der Tafel halben, die ich gemacht hab in das wirdig gotzhaus sand Lienhard in der Leubang.
1549 Kirchenordnung bei St. Lienhard in der Leugang: „In des Leuganger Priesters Seelsorg gehört die ganze Leugang, was hinter St. Lienharts Khürchen ligt, und heraus piß zu den Gaspern aufm Grieß, desgleichen aufm Gerstboden piß an den Weißbach.
1562 Salome Kharlin, Besitzerin der Würthstafern bei St. Lienhart in der Leogang“,....
Ab 1600 scheint nur mehr Leogang
als Ortsname auf.